{"id":29028,"date":"2019-04-03T13:25:49","date_gmt":"2019-04-03T13:25:49","guid":{"rendered":"https:\/\/duisport.de\/duisport-haelt-kurs-in-schwierigem-umfeld\/"},"modified":"2019-04-03T13:25:49","modified_gmt":"2019-04-03T13:25:49","slug":"duisport-haelt-kurs-in-schwierigem-umfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/duisport.de\/en\/duisport-haelt-kurs-in-schwierigem-umfeld\/","title":{"rendered":"duisport h\u00e4lt Kurs in schwierigem Umfeld"},"content":{"rendered":"<p>Die duisport-Gruppe h\u00e4lt Kurs, obwohl das wirtschaftliche Umfeld schwieriger geworden ist. Das Unternehmen hat im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 einen Umsatz in H\u00f6he von 278,6 Mio. Euro erzielt. Das ist eine Steigerung um 11,6 % oder 28,9 Mio. Euro gegen\u00fcber dem Umsatz von 249,7 Mio. Euro im Jahr 2017. <\/p>\n<p>Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich um 4,9 % von 40,5 auf 42,5 Mio. Euro. Der Jahres\u00fcberschuss erh\u00f6hte sich von 11,7 Mio. Euro in 2017 auf 12,2 Mio. Euro. Das ist ein Plus von 4,3 %. Besonders erfreulich: Die Unternehmensbeteiligungen trugen erheblich zur guten Ergebnisentwicklung bei.   <\/p>\n<p>Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG Erich Staake d\u00e4mpfte in der Bilanzpressekonferenz die Erwartungen f\u00fcr das laufende Gesch\u00e4ftsjahr: \u201eWir k\u00f6nnen uns den globalen Entwicklungen nicht entziehen. Nach aktueller Sch\u00e4tzung des RWI ist der weltweite Container-Umschlag bereits im Februar auf 133,9 Indexpunkte gefallen. Im Januar lag er noch bei 138,2. Dies ist der viertst\u00e4rkste bisher beobachtete monatliche R\u00fcckgang. Uns stehen raue Zeiten bevor.\u201c <\/p>\n<p>Staake verwies in diesem Zusammenhang auch auf weitere Unw\u00e4gbarkeiten, die bereits im letzten Gesch\u00e4ftsjahr negative Auswirkungen auf den Konzernumsatz hatten: Das Niedrigwasser 2018 auf dem Rhein und die offenen Fragen um den drohenden Brexit sind hier nur zwei Beispiele. <\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser Fakten seien die guten Gesch\u00e4ftszahlen in 2018 \u201eein vermutlich nur schwer wiederholbarer Erfolg.\u201c<\/p>\n<p>Der Kunde zuerst: duisport als internationaler \u201ePremium-Port\u201c<br \/> Zugleich betonte Staake die straffe strategische Ausrichtung auf Qualit\u00e4tskriterien. duisport habe sich im internationalen Vergleich eine Spitzenstellung als \u201ePremium-Port\u201c erworben: \u201eWir setzen auf Qualit\u00e4t. Die von uns entwickelten Logistikareale sind Premium-Standorte. Wir haben unsere Wertsch\u00f6pfungsketten breit und sicher aufgestellt. Diese intensive Kundenorientierung hat duisport zu einer vernetzenden Plattform f\u00fcr Dienstleistungen rund um die Logistik gemacht. Unsere Kunden sch\u00e4tzen diese Marktpositionierung als Qualit\u00e4tsanbieter. Diese Strategie werden wir auch international weiter entwickeln. <\/p>\n<p>Bilanz der vier Gesch\u00e4ftsbereiche<br \/> Unter den vier duisport-Gesch\u00e4ftsbereichen erzielte das Segment Infra- und Suprastruktur einen Umsatz von 54,4 Mio. Das ist eine Steigerung um 7,3 % gegen\u00fcber dem Umsatz von 50,7 Mio. Euro im Vorjahr.<\/p>\n<p>Der Umsatz bei den Logistischen Dienstleistungen steigerte sich um 2,1 % von 75,8 Mio. Euro auf 77,4 Mio. Euro. Auch das umsatzst\u00e4rkste Gesch\u00e4ftssegment Verpackungslogistik verzeichnete mit 7,6 % ein kr\u00e4ftiges Plus &#8211; von 87,0 Mio. Euro auf nun 93,6 Mio. Euro.  Bei der Kontraktlogistik erzielte duisport einen Umsatz von 24,2 Mio. Euro.  <\/p>\n<p>Investitionen<br \/> Die duisport-Gruppe hat 2018 Sach- und Finanzinvestitionen in H\u00f6he von 20 Mio. Euro get\u00e4tigt. 2017 waren es au\u00dfergew\u00f6hnliche 34 Mio. Euro aufgrund des Erwerbs von Bohnen Logistik und der Errichtung der Logistikimmobilie f\u00fcr Daimler auf der Duisburger Mercatorinsel. <\/p>\n<p>Gesamtg\u00fcterumschlag<br \/> Der Gesamtg\u00fcterumschlag einschlie\u00dflich der privaten Werksh\u00e4fen betrug 127,5 Mio. Tonnen (2017: 130,6 Mio. Tonnen). Das ist ein R\u00fcckgang um 3,0 %. In den H\u00e4fen der duisport-Gruppe ging der Umschlag von 68,3 Mio. Tonnen auf 65,3 Mio. Tonnen zur\u00fcck. Die Niedrigwasserperiode f\u00fchrte beim Sch\u00fcttgut zu einem zehnprozentigen R\u00fcckgang. Vor allem der Umschlag von Eisen, Stahl und Kohle ging zur\u00fcck, w\u00e4hrend dieser im Mineral\u00f6l- und Chemiesektor stabil blieb. <\/p>\n<p>Beim Containerumschlag, der mit einem Anteil von rund 55 % das wichtigste duisport-G\u00fctersegment ist, wurde mit einem Umschlag von 4,1 Mio. TEU das Rekordniveau des Vorjahres erreicht. <\/p>\n<p>Zentrale Drehscheibe<br \/> Rund 30 % des gesamten Handels per G\u00fcterzug zwischen China und Europa wird bereits \u00fcber den Duisburger Hafen abgewickelt. Die Rhein-Ruhr-Region entwickelt sich damit zur zentralen Drehscheibe f\u00fcr den Handel zwischen der EU und China. Zwischen Duisburg und einem Dutzend Destinationen in China verkehren w\u00f6chentlich 35 Z\u00fcge. Im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr wurden rund 130.000 TEU mit diesen Z\u00fcgen transportiert. <\/p>\n<p>Durch Kooperationen mit chinesischen Partnern soll im Interesse der deutschen Exportwirtschaft weiteres Wachstum entlang der Korridore der Seidenstra\u00dfe erm\u00f6glicht werden. duisport engagiert sich derzeit vor allem beim Aufbau des weltweit gr\u00f6\u00dften Industrie- und Logistikparks \u201eGreat Stone\u201c nahe dem wei\u00dfrussischen Minsk. In einem Konsortium mit europ\u00e4ischen und asiatischen Partnern soll mittelfristig die Transportzeit der Chinaz\u00fcge von derzeit 14 auf perspektivisch 10 Tage reduziert werden. <\/p>\n<p>Wesentliche Projekte in 2018<\/p>\n<p>startport<br \/> Seit der Gr\u00fcndung der Innovationsplattform Logistik \u201estartport\u201c durch duisport Ende 2017 wurde bisher bereits insgesamt 20 Startup-Unternehmen am Duisburger Innenhafen die M\u00f6glichkeit gegeben, innovative logistische L\u00f6sungen zu entwickeln. Der Andrang der Gr\u00fcnder nimmt zu. Zu den startport-Exklusivpartnern Evonik, Kl\u00f6ckner &#038; Co. und Initiativkreis Ruhr geh\u00f6ren seit Anfang 2019 nun auch die RAG Stiftung und Borussia Dortmund. duisport komplettiert sein Engagement auf diesem Sektor durch eine aktive Beteiligung am Digital Hub des Dortmunder Fraunhofer-Instituts.<\/p>\n<p>Gewerbe- und Industrieareal Garzweiler<br \/> duisport und die RWE Power AG entwickeln gemeinsam ein 53 Hektar gro\u00dfes Areal auf dem Gebiet der Stadt Grevenbroich und der Gemeinde J\u00fcchen. Auf der rekultivierten Fl\u00e4che des Tagebaus Garzweiler soll ein Gewerbe- und Industriegebiet entstehen. Die lokale Politik unterst\u00fctzt das Vorhaben als wichtigen Schritt zum Strukturwandel ebenso wie die Landesregierung.<\/p>\n<p>logport V in Oberhausen<br \/> Die logport ruhr GmbH, ein Joint Venture von duisport und RAG Montan Immobilien, bereitet derzeit ein 30-Hektar-Areal in Oberhausen f\u00fcr die Edeka Handelsgesellschaft Rhein Ruhr mbH auf. Dort entsteht ein Logistikzentrum mit \u00fcber 1.000 Arbeitspl\u00e4tzen.   <\/p>\n<p>logport VI in Duisburg-Walsum<br \/> Die R\u00fcckbauarbeiten auf dem 40 Hektar gro\u00dfen Areal einer ehemaligen Papierfabrik sind abgeschlossen. Dort entsteht ein trimodal angebundenes Containerterminal direkt am Rhein. Hier sind die ersten Ansiedlungen bereits auf den Weg gebracht. Etwa 600 neue Arbeitspl\u00e4tze sollen entstehen und derzeit wird bereits \u00fcber eine Ausweitung durch Zukauf weiterer Fl\u00e4chen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von etwa 15 Hektar verhandelt.<\/p>\n<p>Automotive Cluster<br \/> Der VW-Konzern hat 2018 sein CKD-Gesch\u00e4ft f\u00fcr Audi und VW auf logport II konzentriert. Damit ist Duisburg-Wanheim das weltweit gr\u00f6\u00dfte CKD-Verpackungszentrum im Konzern. Daimler ist mit seinem Engagement bereits erfolgreich gestartet. <\/p>\n<p>Neuansiedlungen<br \/> duisport hat auch 2018 wieder erfolgreich Gewerbe- und Logistikfl\u00e4chen vermarktet. Es handelt sich um insgesamt 223.000 Quadratmeter Fl\u00e4che, unter anderem f\u00fcr die Unternehmen Amazon in Kasslerfeld, Flaschenpost im Freihafen, EMR European Metal Recycling auf der Schrottinsel sowie TIP Trailer Services auf logport III. Insgesamt stehen im Duisburger Hafen ca. 2,2 Mio. Quadratmeter \u00fcberdachte Lagerfl\u00e4che zur Verf\u00fcgung, die von rund 300 im Hafen ans\u00e4ssigen Unternehmen genutzt werden. <\/p>\n<p>Jobs f\u00fcr die Rhein-Ruhr-Region<br \/> Allein durch die Ansiedlungen von Amazon und dem ehemaligen Startup Flaschenpost sind 2018 \u00fcber 500 neue Arbeitspl\u00e4tze im Duisburger Hafen entstanden. Sch\u00e4tzungen zufolge sind die Arbeitspl\u00e4tz in der Rhein-Ruhr-Region rund 47.000 Menschen direkt oder indirekt vom Duisburger Hafen abh\u00e4ngig.  <\/p>\n<p>Nachhaltigkeit<br \/> Im Rahmen der 2016 beschlossenen Kooperation von duisport und innogy, den Duisburger Hafen zum \u201eDrehkreuz f\u00fcr die Energiewende\u201c auszubauen, wurden 2018 die ersten selbstklebenden ultraleichten Solarfolien an einer Hallenfassade im Duisburger Hafen angebracht. Diese sind von der innogy-Beteiligungsgesellschaft Heliathek entwickelt worden und finden in Duisburg erstmalig in einem Hafen Verwendung. <\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2019 sind drei von innogy betriebene Landstromtankstellen in Duisburg-Ruhrort installiert worden. Dort k\u00f6nnen bis zu sechs an Land liegende Binnenschiffe gleichzeitig mit Strom versorgt werden. Weitere Landstromtankstellen auch f\u00fcr die wachsende Anzahl der im Duisburger Hafen liegenden Flusskreuzfahrtschiffe sind geplant. <\/p>\n<p>Beim gemeinsamen Forschungsprojekt von duisport, RWE Supply &#038; Trading und der Uni Duisburg-Essen zur Nutzung des umweltfreundlichen verfl\u00fcssigten Erdgases LNG wurden 2018 die ersten umger\u00fcsteten Fahrzeuge auf logport III in Betrieb genommen. Betankt werden die Fahrzeuge mit einer mobilen LNG-Tankanlage. Geplant ist eine station\u00e4re LNG-Tankstelle im Duisburger Hafen. <\/p>\n<p>Die Beleuchtung von \u00fcber 100.000 Quadratmeter Hallenfl\u00e4che wurde 2018 auf stromsparendes LED umgestellt. Die mehr als 500 Leuchten auf den gesamten hafeneigenen Stra\u00dfen werden in diesem Jahr auf LED-Betrieb umger\u00fcstet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die duisport-Gruppe h\u00e4lt Kurs, obwohl das wirtschaftliche Umfeld schwieriger geworden ist. 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