{"id":32127,"date":"2026-08-21T15:14:18","date_gmt":"2026-08-21T15:14:18","guid":{"rendered":"https:\/\/duisport.de\/?p=32127"},"modified":"2026-08-21T15:17:07","modified_gmt":"2026-08-21T15:17:07","slug":"niedrigwasser-am-rhein-wir-muessen-dringend-handeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/duisport.de\/en\/niedrigwasser-am-rhein-wir-muessen-dringend-handeln\/","title":{"rendered":"Niedrigwasser am Rhein: \u201eWir m\u00fcssen dringend handeln\u201c"},"content":{"rendered":"\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>NRW-Umweltminister Oliver Krischer und duisport-CEO Markus Bange<\/strong>n <strong>diskutieren \u00fcber Folgen der Niedrigwassersituation und notwendige Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung des Systems Wasserstra\u00dfe<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Oliver Krischer: \u201eDer Bund muss jetzt die notwendigen Mittel personell<\/strong> <strong>und finanziell bereitstellen und baureife Ma\u00dfnahmen z\u00fcgig umsetzen.\u201c<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Markus Bangen: \u201eWer resiliente Lieferketten will, muss die daf\u00fcr notwendige Infrastruktur konsequent st\u00e4rken und modernisieren.\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die anhaltende Niedrigwassersituation am Rhein stellt Binnenschifffahrt, Industrie und Logistik weiterhin vor erhebliche Herausforderungen. Niedrige Pegelst\u00e4nde f\u00fchren dazu, dass Binnenschiffe weniger Ladung transportieren k\u00f6nnen, Transportketten umgeplant werden m\u00fcssen und zus\u00e4tzliche Kosten entstehen. Betroffen sind nicht nur Schifffahrt und H\u00e4fen, sondern zahlreiche industrielle Wertsch\u00f6pfungsketten entlang des Rheins.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie aktuelle Niedrigwassersituation zeigt, wie dringend wir handeln m\u00fcssen\u201c, sagte Nordrhein-Westfalens Umweltminister Oliver Krischer bei einem Besuch im gr\u00f6\u00dften Binnenhafen der Welt in Duisburg. Gemeinsam mit Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport), diskutierte er die aktuelle Lage sowie notwendige Schritte zur St\u00e4rkung des Systems Wasserstra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Politik muss vereinbarte Ma\u00dfnahmen beschleunigen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Umweltminister Oliver Krischer<\/strong>: \u201eLeider kommen die Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Schiffbarkeit des Rheins viel zu langsam voran. Dabei wurde die Abladeoptimierung schon vor der D\u00fcrre 2018 als priorit\u00e4re Ma\u00dfnahme festgeschrieben. F\u00fcr Nordrhein-Westfalen bleibt die Optimierung der Fahrrinne zwischen Duisburg und St\u00fcrzelberg zentral. Der Bund muss jetzt die notwendigen Mittel personell und finanziell bereitstellen und baureife Ma\u00dfnahmen z\u00fcgig umsetzen. Das gilt auch f\u00fcr den Abschnitt zwischen Krefeld und D\u00fcsseldorf-Nord, f\u00fcr den die Planungen bereits abgeschlossen sind. Die Aussage des Bundeskanzlers, baureife Ma\u00dfnahmen kurzfristig umzusetzen, muss deshalb auch f\u00fcr die Abladeoptimierung Niederrhein gelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig brauchen wir eine st\u00e4rkere F\u00f6rderung von niedrigwassertauglichen Schiffen. Wenn wir mehr G\u00fcter auf der klimafreundlichen Wasserstra\u00dfe transportieren wollen, m\u00fcssen wir daf\u00fcr sorgen, dass der Rhein auch bei Niedrigwasser leistungsf\u00e4hig bleibt. Wir m\u00fcssen jetzt handeln, damit unsere Wasserstra\u00dfen auch beim n\u00e4chsten Niedrigwasser leistungsf\u00e4hig bleiben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Sicht beider Gespr\u00e4chspartner braucht es kurzfristige Entlastungen f\u00fcr die Logistikbranche, eine bessere Vorsorge f\u00fcr zuk\u00fcnftige Niedrigwasserphasen und eine beschleunigte Umsetzung bereits geplanter Infrastrukturprojekte. Ziel ist es, die Wettbewerbs- und Widerstandsf\u00e4higkeit der Industrie und Wirtschaft langfristig zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vertrauen in das System Wasserstra\u00dfe muss gest\u00e4rkt werden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>duisport-CEO Markus Bangen<\/strong>: \u201eDie aktuelle Situation zeigt, wie eng die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unseres Industriestandortes mit leistungsf\u00e4higen Wasserstra\u00dfen und H\u00e4fen verbunden ist. Um das Vertrauen in die Verl\u00e4sslichkeit des Systems Wasserstra\u00dfe zu erhalten, braucht Deutschland einen nationalen Schulterschluss. Wer resiliente Lieferketten will, muss die daf\u00fcr notwendige Infrastruktur konsequent st\u00e4rken und modernisieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide Gespr\u00e4chspartner waren sich einig, dass die Politik auf drei Ebenen ansetzen muss: Kurzfristig k\u00f6nnen pragmatische L\u00f6sungen wie Transporterleichterungen im Stra\u00dfenverkehr dazu beitragen, die Auswirkungen extremer Niedrigwasserphasen abzufedern. Auch die Koordinierung von Infrastrukturma\u00dfnahmen spielt eine wichtige Rolle, damit Baustellen auf Stra\u00dfe und Wasserstra\u00dfe die angespannte Situation nicht zus\u00e4tzlich versch\u00e4rfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mittelfristig kommt es darauf an, die Widerstandsf\u00e4higkeit des gesamten Systems Wasserstra\u00dfe zu erh\u00f6hen. Hierzu geh\u00f6ren eine fr\u00fchzeitige Koordinierung aller Beteiligten, verl\u00e4ssliche Informationen \u00fcber die Entwicklung der Wasserst\u00e4nde sowie die Schaffung planbarer Alternativen f\u00fcr Industrie und Logistik. Das Zusammenspiel von Wasserstra\u00dfe, Schiene und Stra\u00dfe bleibt dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Langfristig sehen Ministerium und duisport eine zentrale Aufgabe darin, die Leistungsf\u00e4higkeit des Rheins auch bei Niedrigwasser zu sichern. Im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte Abladeoptimierung am Niederrhein. Ziel ist die Beseitigung von Engstellen und Untiefen sowie die Verbesserung der Fahrrinnenverh\u00e4ltnisse, damit Schiffe auch bei niedrigen Wasserst\u00e4nden gr\u00f6\u00dfere Mengen transportieren k\u00f6nnen. Ebenso m\u00fcssen die Entwicklung und der Bau von Niedrigwasser geeigneten Schiffen vorangetrieben werden, um die Resilienz des Gesamtsystems Wasserstra\u00dfe in Niedrigwasserphasen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Duisburger Hafen federt Folgen f\u00fcr Industrie ab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der angespannten Situation bleibt der gr\u00f6\u00dfte Binnenhafen der Welt weiterhin leistungsf\u00e4hig. W\u00e4hrend weite Teile des Mittel- und Oberrheins nur noch eingeschr\u00e4nkt befahrbar sind, k\u00f6nnen gro\u00dfe Binnenschiffe Duisburg weiterhin erreichen. Die Folgen des Niedrigwassers sind jedoch deutlich sp\u00fcrbar: Auf einzelnen Streckenabschnitten liegen die Transportkapazit\u00e4ten der Schiffe derzeit nur noch bei rund einem Drittel der regul\u00e4ren Auslastung. Gleichzeitig verzeichnet der Duisburger Hafen gegen\u00fcber den Vormonaten rund 50 bis 60 Prozent mehr Schiffsanl\u00e4ufe, da identische G\u00fctermengen auf deutlich mehr Schiffseinheiten verteilt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders betroffen sind Branchen, die auf den Transport gro\u00dfer G\u00fctermengen \u00fcber den Rhein angewiesen sind. Dazu z\u00e4hlen insbesondere die Stahl- und Chemieindustrie, die Energiewirtschaft sowie Bau- und Massengutverkehre. Unternehmen m\u00fcssen zus\u00e4tzliche Transportkapazit\u00e4ten organisieren und Lieferketten flexibel anpassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Versorgung der Industrie sicherzustellen, werden Verkehre im Duisburger Hafen auf kleinere Schiffe, zus\u00e4tzliche Bahnverbindungen und den Lkw verteilt. Dar\u00fcber hinaus nutzen zahlreiche Operateure aus dem Mittel- und Oberrhein Duisburg als logistische Drehscheibe und greifen auf zus\u00e4tzliche Terminalkapazit\u00e4ten, Sonderz\u00fcge und Shuttleverkehre zur\u00fcck. Das trimodale Verkehrssystem des Duisburger Hafens tr\u00e4gt damit wesentlich dazu bei, die Auswirkungen des Niedrigwassers auf Wirtschaft und Industrie abzufedern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NRW-Umweltminister Oliver Krischer und duisport-CEO Markus Bangen diskutieren \u00fcber Folgen der Niedrigwassersituation und notwendige Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung des Systems Wasserstra\u00dfe<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":32131,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32127","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32127","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32127"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32127\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32130,"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32127\/revisions\/32130"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32131"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32127"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32127"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/duisport.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32127"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}