04. Sep. 2026
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Förderung für CellPort und D3AM Field Lab
Die Stadt Duisburg treibt den Strukturwandel weiter voran und schafft Grundlagen für neue, zukunftsträchtige Arbeitsfelder: Gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und ihren Partnern, der Universität Duisburg-Essen (UDE), der Duisburg Business & Innovation GmbH (DBI) und der Duisburger Hafen AG, werden durch Fördermittel des 5-StandorteProgramms wichtige Impulse für die wirtschaftliche Transformation der Region gesetzt: Paul Frederik Höller, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat heute die Förderbescheide für die beiden Projekte „CellPort – A Network for Smart Logistics“ und „D3AM Field Lab“ übergeben. Mit dem 5-StandorteProgramm unterstützen Land und Bund ehemalige Steinkohlekraftwerksstandorte in Nordrhein-Westfalen auf ihrem Weg zu zukunftsfähigen und innovativen Regionen.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Wir müssen kluge Ideen schneller in Anwendung bringen. Es freut mich sehr, dass Duisburg mit gleich zwei Projekten zu Zukunftstechnologien die Weichen für den Strukturwandel stellt. Mit „CellPort – Network for Smart Logistics“ wird der Duisburger Hafen zum Reallabor für die Logistik von morgen und schafft optimale Rahmenbedingungen für technologieaffine Start-ups. Das senkt Kosten und Lieferzeiten, erhöht die Umschlagkapazitäten und stellt sicher, dass der Betrieb auch bei Niedrigwasser läuft. Auch das zweite Strukturwandelprojekt „D3AM Field Lab“ unterstützt den Strukturwandel: Es trägt dazu bei, die Zukunftstechnologie 3D-Druck auch für kleine und mittlere Unternehmen in der Region zugänglich und nutzbar zu machen.“
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link betonte, wie wichtig die Vorhaben für die Entwicklung des Standortes sind: „Die Projekte stehen exemplarisch für den Wandel, den wir in Duisburg gestalten wollen. Hier entstehen konkrete Zukunftsperspektiven an der Schnittstelle von Wissenschaft, Innovation und Wirtschaft.“ Die beiden Förderprojekte stehen für den Ansatz, wissenschaftliche Forschung enger mit den Bedarfen von Wirtschaft und Gesellschaft zu verknüpfen. Innovationen sollen schneller in die Umsetzung gebracht werden und damit nachhaltig zur Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Duisburg beitragen.
Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert nahm für die UDE die Förderbescheide entgegen. Die Universität forscht zu 5G/6G-Technologien und mannigfaltigem 3D-Druck und diese wissenschaftliche Expertise steht im Zentrum von CellPort und D3AM Field Lab. „Die beiden Projekte zeigen, wie Spitzenwissenschaft in die Region transferiert werden kann und dort Fortschritt zum Anfassen generiert. Transfer von Expertise aus Universitäten treibt Innovationen und die Transformation der Wirtschaft“, sagt Professorin Dr. Barbara Albert.
CellPort – A Network for Smart Logistics
Ein zentraler Baustein dieser Entwicklung ist das Projekt „CellPort – A Network for Smart Logistics“. In Zusammenarbeit der DBI mit der Universität und der startport GmbH entsteht ein Innovations- und Transferökosystem, das wissenschaftliche Erkenntnisse, technologische Entwicklungen und konkrete Anforderungen aus der Logistik zusammenführt. Im Fokus stehen Anwendungen und Geschäftsmodelle an der Schnittstelle von Smart Logistics, 5G/6G und Digitalisierung.
Die UDE verantwortet unter der Leitung von Güldilek Köylüoğlu Alabaş am Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV) den wissenschaftlichen Wissens- und Technologietransfer im Projekt: „Mit der Förderzusage können wir Start-ups künftig noch gezielter dabei unterstützen, wissenschaftliche Erkenntnisse in innovative Lösungen für reale Herausforderungen der Logistik zu überführen.“ Dabei profitiert das Projekt von den besonderen Rahmenbedingungen in Duisburg. Mit dem Duisburger Hafen verfügt die Region über einen der bedeutendsten Logistikstandorte Europas. Start-ups erhalten Zugang zu einem Prototyping-Workspace, Unternehmens- und Investorenkontakten sowie moderner 5G-/6G-Testinfrastruktur. So können neue Technologien und Geschäftsmodelle direkt in realen Betriebsumgebungen entwickelt, getestet und weiterentwickelt werden. Dies schafft optimale Voraussetzungen für innovative Lösungen in den Bereichen digitale Logistik, Lieferkettenmanagement und intelligente Infrastrukturen.
Rasmus C. Beck, Geschäftsführer der DBI: „Entscheidend ist, was aus der Technologie wirtschaftlich entsteht. CellPort gibt jungen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Lösungen unter realen Bedingungen zu erproben und daraus marktfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Genau darin liegt die Chance für Duisburg: Wenn aus Innovation konkrete Aufträge und Ansiedlungen werden, entsteht Wertschöpfung am Standort. Unser Ziel ist, CellPort als Sprungbrett für Unternehmen in den Markt aufzubauen und möglichst viel dieser Entwicklung hier in Duisburg zu verankern.“
duisport-Vorstand Lars Nennhaus ergänzt: „duisport ist seit vielen Jahren ein Vorreiter für Innovationen in der Logistik. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Start-up-Szene haben wir zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte angestoßen und erfolgreich in die Praxis überführt. Als innovativer Hafenbetreiber schaffen wir die realen Entwicklungs- und Testumgebungen, die dafür erforderlich sind. CellPort stärkt diese Rolle und beschleunigt den Transfer neuer Technologien in die Anwendung entlang der gesamten Logistik- und Wertschöpfungskette.“
D3AM Field Lab
Neben der Logistik steht mit dem D3AM Field Lab unter der Leitung von Dr.-Ing Stefan Kleszczynski ein weiteres Zukunftsfeld im Fokus: „Das Projekt schafft eine neue Infrastruktur für den systematischen Wissenstransfer für die industrielle additive Fertigung, die sich an den konkreten Anwendungen und Industrien in der Region ausrichtet. Unser Ziel ist es, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen die Erprobung moderner 3D-Druck-Technologien gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern zu ermöglichen, Fertigungsprozessketten zu optimieren und neue Anwendungsfelder zu erschließen.“
Es geht bei dem Vorhaben darum, erforderliches Wissen zu vermitteln und eine effiziente und kostengünstige Produktion am Standort zu stärken und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Industrie zu fördern. Die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung, technischer Infrastruktur und praktischer Anwendung bietet ideale Voraussetzungen, um ein Netzwerk von Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der additiven Fertigung und der Entwicklung nachhaltiger und ressourceneffizienter Produktionsverfahren aufzubauen.
Mit der Bewilligung der Fördermittel können nun die nächsten Umsetzungsschritte für beide Vorhaben beginnen. Gemeinsam tragen CellPort und das D3AM Field Lab dazu bei, Duisburg als Standort für Innovation, Technologietransfer und industrielle Transformation weiter zu stärken.
Kontakt

Andreas Bartel
Pressesprecher & Leiter Unternehmenskommunikation
+49 203 803-4465

Wolfgang Koschny
Pressesprecher / Redakteur
+49 203 803-4239
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